Tanvaldsko

Touristeninformation

Touristeninformation für unsere Besucher

Navigation:  Startseite -> Touristeninformation
Zurück

Rund um Gebrochene Talsperre

Josefuv Dul / Radrouten


Entdecken Sie den Ort und die Umgebung einer der größten Katastrophen im Isergebirge.

Josefův Důl

Die Gemeinde Josefův Důl liegt im Tal des Oberlaufes des Flusses Kamenice. Weitere Gemeinden, die zu Josefův Důl gehören, sind: Karlov, Antonínov und Dolní Maxov. Die Entstehung der Gemeinde Josefův Důl wird auf das Jahr 1701 datiert. Der Name entstand nach dem Namen des Sohnes des Herrschaftsbesitzers, Karl Josef Desfours, der in diesem Jahr geboren wurde. Von den Kulturdenkmälern befindet sich hier beispielsweise ein Schlösschen, das der Sitz der Grafen Des Fours Walderode war, des Weiteren die Transfigurationskirche – eine einschiffige pseudogotische Kirche aus den Jahren 1862 – 1865, das Pfarrgebäude von 1862 und das Renaissancegebäude der Schule aus dem Jahre 1879. In der Umgebung befinden sich viele Hütten und Anwesen, die Beleg der hiesigen Volksarchitektur sind. Josefův Důl hat eine sehr alte Glasmachertradition. Die erste, die sog. Zenkerhütte, wurde bereits im 17. Jahrhundert in Josefův Důl gebaut. Später eignete der Glasmacher Kittel die Hütte und 1753 kaufte sie die Familie Riedel. 1910 wurde die Hütte abgerissen und an ihrer Stelle eine Glasfabrik errichtet. Im Tal dominiert die Talsperre Josefův Důl, die größte Talsperre des Isergebirges. Durch den Ort fließen zwei Flüsschen. Die Kamenice ist der bedeutendste Zufluss der Iser im Isergebirge, sie ist 36 km lang. Die Jedlová ist ein Gebirgsflüsschen, das das Naturschutzgebiet Jedlový důl durchfließt. Es handelt sich um einen Fluss mit einem steinigen Flussbett und vielen Stromschnellen und Wasserfällen.

 

Einöde Mariánskohorské boudy

Die Einöde Mariánskohorské boudy, die in einer Höhe von 843 m ü. M. liegt, ist bis heute ein beliebtes Touristenziel. Es handelt sich um eine Hirtenenklave von Riesengebirgsart auf dem Bergkamm Mariánskohorský hřeben. Sie wurde 1705 gegründet und bis ins letzte Jahrhundert Fritzovy boudy genannt. Heute befinden sich hier vier Berghütten und eine neu errichtete Dienststelle der Verwaltung des Landschaftsschutzgebietes Isergebirge.

 

Gebrochene Talsperre

 

Die Talsperre am Fluss Bílá Desná befindet sich bei der Gemeinde Desná in einer Höhe von 806 m ü. M. Ihr Bau wurde 1915 beendet, aber gleich im September des folgenden Jahres kam es zu ihrem Bruch. Die Hochwasserwelle verursachte nicht nur riesige materielle Schäden, sondern forderte auch 65 Menschenleben. Es handelt sich um die einzigartigen Reste der gebrochenen Talsperre, deren ungeeignete Bautechnologie nach der Katastrophe für sicherere Berechnungen weiterer Talsperrenkonstruktionen diente, die nach 1916 gebaut wurden. Bis heute sind von dem Damm der Schieberturm, Reste des Damms sowie der unterirdische Stollen erhalten geblieben, durch den das Wasser in die benachbarte Talsperre Souš abgeleitet wurde.

 

 

Na Kneipě

Der Kiosk Na Kneipě steht an einer Wanderwegkreuzung am Fuße des Berges Jizera beim Naturschutzgebiet Klečové louky. Den deutschen Namen erhielt die Kreuzung nach der ehemaligen Holzfällerhütte. Aus den Hochmooren Na Knajpě fließen die Wässer in vier Richtungen und in zwei Meere (Nordsee, Ostsee) ab. Zusammen mit dem Torfmoor Quarré handelt es sich um das einzige Hochmoor im Isergebirge. Die Kreuzung Na Kneipě ist insbesondere wegen ihres Kiosks mit der typischen schrägen Form unter den Touristen bekannt. Hinter ihm befindet sich am Berg das geschützte Torfmoor mit seinem dichten Bewuchs verkümmerter Fichten mit kaskadenförmigen kleinen Seen. In der Nähe befindet sich auch das bekannte dreieckige Denkmal, das an Viktor Gack erinnert, der hier 1927 offensichtlich von einem Dieb ermordet wurde.


U Čihadel

Das Torfmoor Na Čihadle ist eines der bekanntesten Isergebirgsmoore und wird seit 1960 geschützt. Es befindet sich auf einem flachen Sattel (975 m) genau auf der Wasserscheide der Ost- und Nordsee. Aus dem Moor fließen einer der Zuflüsse des Baches Černý potok (zum Norden hin) und das Flüsschen Jedlová (zum Süden hin). Den Namen erhielt es nach den Vogelfängern, die hier Vögel beim Vogelzug fingen (čihadlo = Vogelherd).

Kristiánov

Mitte der 70er Jahre des 18. Jahrhunderts ließ der Glasunternehmer J. L. Riedel im isergebirgischen Kristiánov eine Glashütte bauen. Um sie herum entstand allmählich eine Siedlung, die aus einem Herrenhaus, einigen Glasmacherhütten sowie einer Kapelle, einem Friedhof und einer Schule bestand. Bis heute erhalten geblieben ist in Kristiánov lediglich die Fuchsbaude, die nach dem ehemaligen Glasmacher Fuchs benannt wurde und in der heute das Denkmal des Glasmachergewerbes im Isergebirge seinen Sitz hat (seit 1964 ein Museum). Die Exposition stellt die Entwicklung der Isergebirgs-Glashütten, die Fauna und die Flora des Isergebirges vor und enthält ebenfalls Modelle der ursprünglichen Siedlung und der abgebrannten Christiansthaler Hütte. Kristiánov lebt an jedem ersten Samstag im September mit dem Fest Mariánská sklářská pouť auf. Das Denkmal ist eine der Expositionen des Glas- und Bijouteriemuseums in Jablonec nad Nisou.

Talsperre Josefův Důl


Größte und jüngste Talsperre des Isergebirges (Fläche 1,38 km2). Der zweiteilige geschüttete Erddamm ist 720 m lang und 43 m hoch, der Damm wurde in den Jahren 1976 – 1982 am Fluss Kamenice gebaut. (Überschwemmt waren unter anderem Dolní Blatná, das Sägewerk mit dem Teich und die Reste der Glashütte Karlov aus dem 18. Jahrhundert.) Die Talsperre dient als Trinkwasserquelle für Liberec und Jablonec nad Nisou. In die Wasseraufbereitungsanlage in Bedřichov wird das Wasser durch einen 2,4 km langen unterirdischen Kanal geleitet und weiter durch einen 3,3 km langen Stollen in das Staubecken in Harcov bei Liberec. (Die Talsperre nimmt bis zu 23 Millionen m3 Wasser auf.) In dem Stausee ist das Baden verboten. In der Umgebung befinden sich viele markierte Wander-, Radwander- und Skilanglaufrouten. Der Damm wird auch von Inlineskate-Fahrern genutzt.

Hrabětice

Ursprünglich eine Siedlung, die Anfang des 18. Jahrhunderts auf dem Maxover Bergrücken gegründet wurde, heute ein bedeutendes Wintersportgebiet an den Hängen des Berges Severák.