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Über das Hochplateau des Isergebirges

Korenov / Wanderrouten


Eine Reise durch das Zentrum des Isergebirges.

Smědava

Smědava ist die Bezeichnung der Gegend um die gleichnamige Berghütte in einer Höhe von 847 m ü. M. Dieser Sattel unter dem Berg Smědavská hora ist der höchste Punkt der einzigen Straße, die das Isergebirge kreuzt und die Orte Bílý Potok und Desná miteinander verbindet (jahreszeitbedingt offen). Smědava ist der Ort des Zusammenflusses der Flüsse Bílá Smědá, Černá Smědá und Hnědá Smědá. Die Gegend wurde offensichtlich zu Beginn des 19. Jahrhunderts von Holzfällern, Köhlern und Viehhirten gegründet. Während der Marienwallfahrten zogen Pilger aus Tanvald an ihr vorbei, deren Ziel der nicht weit entfernte Wallfahrtsort Hejnice war. Gleichzeitig befand sich hier auch eine Zollwache. Die erste Bergbaude wurde 1841 errichtet, sie brannte 1932 ab. Die heutige Baude wurde 1935 nach einem Entwurf des Architekten František Zajdl errichtet. Smědava ist ein beliebter Ausgangsort für Wanderer, Radfahrer und Skilangläufer.

Jizerka

Die malerische Siedlung Jizerka ist die am höchsten gelegene Siedlung des Isergebirges (861 m. ü. M.). Erstmals erwähnt wird sie 1539 als abgelegene Siedlung böhmische Vogler und Vogelfänger, gleichzeitig war sie als Fundort von Halbedelsteinen im Bach Safírový potok bekannt, einer der Arten, Ilmelit, wurde nach dem hiesigen Fundort „Iserin“ genannt. 1828 gründete hier der Glasmacher J. V. Riedel eine zur Herstellung von Stäben und Hohlglas dienende Glashütte, deren Trümmer bis heute erkenntlich sind. 1866 wurde eine zweite Glashütte errichtet, die bis 1911 in Betrieb war. Heute ist das Gebäude eine Pension. Die Siedlung Jizerka ist eine bedeutende touristische Kreuzung. Von Mai bis Oktober kann man im Gebäude der ehemaligen Schule das Isergebirgsmuseum besuchen, das in vier Expositionen unterteilt ist – Jizerka zu alten Zeiten (über die Siedlungsgeschichte), die Geschichte der Glasherstellung, die Natur des Isergebirges und neuzeitliche Fotografien. In der Nähe befinden sich auch das legendäre Misthaus des Abenteurers Gustav Ginzel (nach einem Brand rekonstruiert), das staatliche Naturschutzreservat Rašeliniště Jizerky (für die Öffentlichkeit zugänglich) oder die Naturschutzgebiete Rybí loučky und Černá jezírka.

 Orle

Die Baude Orle (825 m ü. M.) liegt an einer wichtigen Kreuzung von Wander- und Radwanderwegen, die heute sowohl von der polnischen, als auch von der tschechischen Seites des Isergebirges hierher führen. Orle befindet sich im polnischen Teil des Isergebirges und liegt am Hang des Berges Granicznik (870 m ü. M.), der eine Art polnischer Zwilling des Berges Bukovec (1 005 m. ü. M.) auf der tschechischen Seite des Isergebirges ist. Es handelt sich um den Überrest einer alten Glasmachersiedlung, die sich in den Jahren 1754 – 1888 hier befand (damals hieß die Siedlung Karlsthal). Das Objekt der heutigen Touristenbaude „Orle“, „Hájovna“ genannt, errichtete um 1860 aus behauenem Stein der Besitzer der Glashütte wahrscheinlich zu administrativen Zwecken.

Große Iserwiese

Die Große Iserwiese ist heute ein Gebiet, in dem sich fast kein Mensch aufhält. Bis vor kurzem stand jedoch auf der polnischen Seite der Grenze die Gemeinde Groß Iser. In der Nachreformationszeit nach der Schlacht am Weißen Berg war die böhmisch-schlesische Grenze gleichzeitig eine Glaubensgrenze und bei der unerbittlichen Rekatholisierung wurde dieses verlassene Gebiet zum Zufluchtsort für mehrere deutschsprechende Flüchtlinge aus den böhmischen Ländern. Die Siedlung prosperierte auch in den hiesigen extrem harten Bedingungen und in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts zählte sie mehr als vierzig Anwesen. Das Ende des Zweiten Weltkrieges bedeutete jedoch auch das Ende von Groß Iser. Die Einwohner wurden nach Deutschland abgeschoben und die Häuser auf der Grenzlinie wurden in den Jahren 1953-56 von der polnischen Armee niedergerissen. Bis heute ist hier zwischen den verwachsenden Überresten der Fundamente lediglich das Objekt der neuen Schule erhalten geblieben, das heute als Touristenbaude – Baude Gorzystow – genutzt wird. Auf der Großen Iserwiese befindet sich ein Torfmoor und das gesamte Gebiet ist ein Komplex von Hochmooren, Hangmooren, durchtränkten Fichtenwäldern, Bergkiefern- und Wiesenbewüchsen um den in Mitteleuropa einzigartigen Gebirgsstrom der mäandrierenden Jizera (dt.: Iser). Ein Besuch der polnischen Seite ist jedoch möglich und bietet den Touristen ausreichend Informationen und Anregungen – hier knüpft das Naturschutzgebiet Torfowiska Doliny Izery an.

Polana Izerska

Hochgebirgswiese in einer Höhe von 965 m ü. M. Die Siedlung hier wurde bereits im 18. Jahrhundert bei der Abholzung des Waldes gegründet, die Einwohner waren hauptsächlich Holzfäller. Im 19. Jahrhundert war sie ein beliebter Ort der Kurgäste von Swieradow Zdrój.

Stóg Izerski

Stóg Izerski ist ein Gipfel im polnischen Teil des Isergebirges. Nach dem Verfall des Holzturms wurde auf dem Gipfel ein Sendemast errichtet. Aus Swierodow Zdrój führt eine Kabinenseilbahn auf den Gipfel. Unter dem Gipfel befindet sich die Bergbaude Schronisko aus dem Jahre 1924.

Smrk (dt.: Tafelfichte)

Der Berg Smrk (1124 m) ist die höchste Erhebung des tschechischen Teils des Isergebirges. Seinen Namen hat er von einer mächtigen Fichte, die in der Nähe des Gipfels wuchs, 1790 wurde sie jedoch von einem Unwetter umgerissen. Der Berg Smrk war seit jeher der Ort, an dem sich die Grenzen dreier Länder – Böhmen, Oberlausitz und Niederschlesien – berührten. Bereits seit 1892 stand auf dem Gipfel ein 25 m hoher Aussichtsturm aus Holz. Zerstört wurde er erst in der Kriegszeit und die Überreste des Turms stürzten Anfang der fünfziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts endgültig ein. Der neue eiserne Aussichtsturm wurde 2003 nach den Entwürfen des Architekten Jan Duda errichtet.

Tišina

Tišina ist die Bezeichnung der Felsengruppe und des Naturschutzgebietes am Südwesthang des Berges Smrk. Bis 1945 trug dieser Ort den relativ ungewöhnlichen deutschen Namen Kalmrich. Das Gebiet wird häufig von Kletterern aufgesucht. Zu den bekanntesten Felsformationen gehören Kauschkova věž, Trojčata, Věž grálu oder Hajný.

Nebeský žebřík (dt.: Himmelsleiter)

Der 630 Meter lange Bergsteig führt auf den höchsten Gipfel des Isergebirges und ist nur für Fußwanderer bestimmt. Die Strecke ist vor allem für Touristen mit besserer Kondition bestimmt, die durch einzigartige Aussichten auf die bewaldeten Partien des Isergebirges und Riesengebirges für ihre Leistung belohnt werden.

Předěl (dt.: Scheide)

Předěl ist eine bedeutende Kreuzung von fünf Wegen im nördlichen Teil des Isergebirges und befindet sich unter dem Berg Plochývrch (bekanntes Hochmoor mit vielen geschützten Arten). Die Kreuzung Předěl erhielt ihren Namen nach ihrer Lage an der Wasserscheide zwischen Ost- und Nordsee; die Wässer fließen von hier aus auf der einen Seite in die Jizera und auf der anderen Seite in die Smědá.