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Auf der Marienberger Fährte

Albrechtice v Jizerskych horach / Radrouten


Radtour zur höchstgelegenen Siedlung im Isergebirge und zu der Königin von Aussichtstürmen.

Kořenov

Die Ortschaft Kořenov (dt.: Bad Wurzelsdorf) liegt an der Grenze des Iser- und des Riesengebirges. Sie erstreckt sich in einer Höhe von 570 bis 1025 m ü. M. Seinen Namen erhielt der Ort von dem Berg mit den Wurzeln. Er entstand 1960 durch den Zusammenschluss der Gemeinden Polubný, Příchovice, Jizerka und Rejdice. Die Gemeinde Příchovice wird 1557 als Przichowicze erstmals erwähnt. 1910 wurde sie zum Gedenken des Erzherzogs Stephan für kurze Zeit zu Stepansruh umbenannt. Kořenov erstreckt sich auf dem Gebiet des Landschaftsschutzgebiets Isergebirge und berührt zum Teil auch den Nationalpark Riesengebirge. Mit seiner Fläche von fast 56 km² ist es die größte Berggemeinde bei uns. Wegen seiner strategischen Lage ist Kořenov ein viel aufgesuchtes Erholungsgebiet.


Horní Polubný

Die erste Erwähnung der Gemeinde stammt aus dem 17. Jahrhundert, als sie zur Herrschaft Semily gehörte. Dem traditionellen Broterwerb dienten die Textilspinnerei und -weberei, die Glasbläserei und -presserei sowie die Pottascheherstellung. Im 19. Jahrhunderts gründete die Firma Riedel in Dolní Polubný eine Glashütte. Die Dominante von Horní Polubný ist die einschiffige Johannis-der-Täufer-Kirche, die in den Jahren 1789 bis 1793 gebaut wurde. An der Kirche steht eine Statue des Hl. Johannis von Nepomuk.

 

Václavíkova Studánka

Das Brünnlein steht beim Fundament einer ehemaligen Baude, die abgebrannt ist. Es wird mit Vogelherden zum Fang von Kreuzschnäbeln in Verbindung gebracht, die im Käfig anspruchslos, zutraulich und widerstandsfähig sind. Im Aberglauben der Isergebirgler spielten sie eine wichtige Rolle – das Wasser, in dem ein Kreuzschnabel gebadet hatte, galt als Heilwasser. Heute steht an dem Ort eine neue Touristenbaude.

Jizerka

Die malerische Siedlung Jizerka ist die am höchsten gelegene Siedlung des Isergebirges (861 m. ü. M.). Erstmals erwähnt wird sie 1539 als abgelegene Siedlung böhmische Vogler und Vogelfänger, gleichzeitig war sie als Fundort von Halbedelsteinen im Bach Safírový potok bekannt, einer der Arten, Ilmelit, wurde nach dem hiesigen Fundort „Iserin“ genannt. 1828 gründete hier der Glasmacher J. V. Riedel eine zur Herstellung von Stäben und Hohlglas dienende Glashütte, deren Trümmer bis heute erkenntlich sind. 1866 wurde eine zweite Glashütte errichtet, die bis 1911 in Betrieb war. Heute ist das Gebäude eine Pension. Die Siedlung Jizerka ist eine bedeutende touristische Kreuzung. Von Mai bis Oktober kann man im Gebäude der ehemaligen Schule das Isergebirgsmuseum besuchen, das in vier Expositionen unterteilt ist – Jizerka zu alten Zeiten (über die Siedlungsgeschichte), die Geschichte der Glasherstellung, die Natur des Isergebirges und neuzeitliche Fotografien. In der Nähe befinden sich auch das legendäre Misthaus des Abenteurers Gustav Ginzel (nach einem Brand rekonstruiert), das staatliche Naturschutzreservat Rašeliniště Jizerky (für die Öffentlichkeit zugänglich) oder die Naturschutzgebiete Rybí loučky und Černá jezírka.

 

Albrechtice v Jizerských horách

Die Gemeinde Albrechtice v Jizerských horách befindet sich im Tal zwischen den Bergen Špičák und Mariánská hora. Die Gemeinde wurde um 1670 von dem Geschlecht der Des Fours gegründet. Ihr Name ist von dem Erben der Herrschaft Smržovka, dem Grafen Albrecht Maxmilian Anton, abgeleitet. Um 1700 entstand Mariánská Hora, eine Tochtersiedlung von Albrechtice. Eine Sage erzählt, dass ihr Name nach einer Statue der Jungfer Maria entstand, die bei der Gründung des ersten Anwesens gefunden wurde. Im 19. Jahrhundert kam es in der Gemeinde und ihrer Umgebung zu einer Blüte der Glasindustrie. Die Glashütten lieferten das Glas-Rohprodukt für die Schleifereien in Albrechtice und Mariánská hora. Vor dem Ende des 19. Jahrhunderts gehörte Albrechtice seinem Ruf nach zu den Orten mit den meisten und besten Glasschleifern in der Region Jablonec. Zu den Sehenswürdigkeiten der Gemeinde gehört ein mächtiges Mausoleum mit einer Kuppel, das der Sohn des Unternehmers Johann Schowanek, des Gründers der Herstellungsfirma für Holzperlen und Holzspielzeug, auf dem Albrechticer Friedhof errichten ließ.

 

Desná

Die Gemeinde Desná v Jizerských horách wurde 1691 durch den Grafen Albrecht Maxmilian Desfours gegründet und ihre heutige Gestalt entstand durch die Verbindung mehrerer kleiner Siedlungen. Sie erstreckt sich im Tal entlang der Flüsschen Bílá Desná und Černá Desná sowie an den umliegenden Hängen. Zur bedeutenden Blüte des Ortes kam es in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts, als hier ein sehr bekanntes Kurbad betrieben wurde. An seiner Stelle steht heute ein Park, in dem die architektonisch interessante Riedl-Villa dominiert. Diese ließ 1895 der hiesige Glashüttenunternehmer Josef Riedl erbauen. 1945 kamen neue Siedler nach Desná, in dieser Zeit kam es auch zur weiteren Entfaltung der Glas- und Keramikindustrie. Interessante Sehenswürdigkeiten des Ortes sind die römisch-katholische Mariä-Himmelfahrt-Kirche aus dem Jahre 1901,  die altkatholische Christi-Himmelfahrt-Kirche aus dem Jahre 1890 sowie die neugotische Riedl-Grabkapelle aus dem Jahre 1890, die dem Unternehmer Josef Riedl, dem Besitzer der hiesigen Glashütte, gehörte.

Tanvald – Šumburk nad Desnou

Die Stadt Tanvald liegt an der Grenze des Iser- und Riesengebirges, am Zusammenfluss der Flüsse Kamenice und Desná. Die erste schriftliche Erwähnung der Holzfällersiedlung Tanvald stammt aus Mitte des 16. Jahrhunderts. Damals gehörte die Siedlung zur Gemeinde Smržovka. Selbstständig existiert Tanvald etwa ab Beginn des 17. Jahrhunderts. Šumburk nad Desnou wird heute als integraler Bestandteil von Tanvald aufgefasst, auf dessen Gebiet sich der Tanvalder Hauptbahnhof befindet. Die Anfänge von Šumburk reichen ähnlich wie die von Tanvald bis an den Beginn des 17. Jahrhunderts zurück. Seine Bewohner beschäftigten sich mit der Verarbeitung von Leinen, später auch von Baumwolle.

Příchovice

Příchovice ist ein kleineres, aber gemütliches Tourismuszentrum an der Grenze zwischen dem Iser- und dem Riesengebirge. Die erste schriftliche Erwähnung der Hütte in Rejdice stammt aus dem Jahre 1577. Bis 1848 gehörte Příchovice zur Herrschaft Semil. Die Einwohner lebten von der Glasmacherei, der häuslichen Herstellung von Garn und der Weberei sowie der Holzwirtschaft. Nicht zu übersehen ist die neuromanische dreischiffige St.-Veit-Kirche, die aus den Jahren 1859 – 1862 stammt. Das Interieur ist mit Kunstgegenständen aus dem 18. Jahrhundert verziert. In dem Ort und seiner Umgebung gibt es mehrere Statuen, beispielsweise die des hl. Johannes von Nepomuk, und einige weitere Kapellen, überwiegend aus dem 19. Jahrhundert.

Aussichtsturm Štěpánka

Der Aussichtsturm Štěpánka– ein schlanker achtseitiger steinerner neugotischer Aussichtsturm – wird oft als Königin des Isergebirges bezeichnet. Der aus dem Jahre 1892 stammende gepflegte Aussichtsturm aus Stein und Ziegeln befindet sich auf dem Berg Hvězda in dem zu den Riesengebirgsseitenkämmen Krkonošské rozsochy gehörenden Bergland Vilémovská vrchovina. Er wurde auf dem Fundament des ursprünglichen Baus von Fürst Camille Rohan aus dem Jahre 1847 errichtet. Seit 1847 trägt er nach dem Erzherzog Stephan den Namen Štěpánova výšina. Der Aussichtsturm ist 20 m hoch, von oben aus besteht eine Rundsicht auf das das tschechische und polnische Isergebirge sowie das Riesengebirge.