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Tannwälder Kapellen

Desna / Wanderrouten


Die Ausflugsroute ist auf interessante und für die Öffentlichkeit zugängliche sakrale Denkmäler in der Umgebung der Orte Desná (Dessendorf), Tanvald (Tannwald) und Kořenov (Bad Wurzelsdorf) ausgerichtet.

Desná (Dessendorf)

Die Gemeinde Desná v Jizerských horách wurde 1691 durch den Grafen Albrecht Maxmilian Desfours gegründet und ihre heutige Gestalt entstand durch die Verbindung mehrerer kleiner Siedlungen. Sie erstreckt sich im Tal entlang der Flüsschen Bílá Desná (Weiße Desse) und Černá Desná (Schwarze Desse) sowie an den umliegenden Hängen. Zur bedeutenden Blüte des Ortes kam es in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts, als hier ein sehr bekanntes Kurbad betrieben wurde. An seiner Stelle steht heute ein Park, in dem die architektonisch interessante Riedl-Villa dominiert. Diese ließ 1895 der hiesige Glashüttenunternehmer Josef Riedl erbauen. 1945 kamen neue Siedler nach Desná, in dieser Zeit kam es auch zur weiteren Entfaltung der Glas- und Keramikindustrie. DieAusflugsroute beginnt bei der römisch-katholischen Mariä-Himmelfahrt-Kirche . Über dem Eingang der 1901 erbauten Kirche befindet sich das Steinrelief der „Königin, in den Himmel aufgenommen“. Den Innenraum der Kirche können Sie bei Gottesdiensten betrachten. Die nächste Station ist die altkatholische Kirche Christi Himmelfahrt  aus dem Jahre 1890. Trotzdem ihre Fassade deutlich beschädigt ist, verbirgt die Kirche ein restauriertes Interieur und gehört zu den bedeutendsten Denkmälern der Stadt. Verfehlen kann man auch nicht die neugotische Riedl-Grabkapelle, zu der man bei einem Spaziergang auf dem Weg vom Parkplatz am Restaurant Pod Lípou gelangt. Die 1890 errichtete Grabkapelle gehörte dem Unternehmer Josef Riedl, dem Besitzer der hiesigen Glashütte.

Tanvald – Šumburk (Tannwald – Schumburg)

Die Stadt Tanvald liegt an der Grenze des Iser- und Riesengebirges, am Zusammenfluss der Flüsse Kamenice (Kamnitz) und Desná (Desse). Die erste schriftliche Erwähnung der Holzfällersiedlung Tanvald stammt aus der Mitte des 16. Jahrhunderts. Damals gehörte die Siedlung zur Gemeinde Smržovka (Morchenstern). Selbstständig existiert Tanvald etwa ab Beginn des 17. Jahrhunderts. Šumburk nad Desnou (Schumburg an der Desse) wird heute als integraler Bestandteil von Tanvald aufgefasst, auf dessen Gebiet sich der Tanvalder Hauptbahnhof befindet. Die Anfänge von Šumburk reichen ähnlich wie die von Tanvald bis an den Beginn des 17. Jahrhunderts zurück. Seine Bewohner beschäftigten sich mit der Verarbeitung von Leinen, später auch von Baumwolle. Die Kirche des hl. Franziskus von Assisi  im Stadtteil Tanvald – Šumburk ist ein geschütztes Kulturdenkmal. Der Grundstein dieser Kirche, der eine verlötete Kassette mit der Errichtungsurkunde, den Bauplänen und der den Bau betreffenden Korrespondenz enthält, wurde 1899 gelegt. Die feierliche Kirchweihe fand am 15. August 1901 statt. Den Namen Franziskus von Assisi trägt die Kirche seit 1918. Die Glocken aus dem Turm wurden im Zweiten Weltkrieg konfisziert. 1993 erhielt die Kirche zwei neue Glocken. Im Sommer ist die Kirche zu Gottesdiensten geöffnet.

Příchovice (Stephansruh)

Příchovice ist ein kleineres, aber gemütliches Tourismuszentrum an der Grenze zwischen dem Iser- und dem Riesengebirge und ist etwa 6 km von Harrachov (Harrachsdorf) entfernt. Die erste schriftliche Erwähnung der Hütte in Rejdice (Reiditz) stammt aus dem Jahre 1577. Bis 1848 gehörte Příchovice zur Herrschaft Semily (Semil). Die Einwohner lebten von der Glasmacherei, der häuslichen Herstellung von Garn und der Weberei sowie der Holzwirtschaft. Nicht zu übersehen ist ganz sicher die neuromanische dreischiffige St.-Veits-Kirche , die aus den Jahren 1859 – 1862 stammt. Das Interieur ist mit Kunstgegenständen aus dem 18. Jahrhundert verziert. In dem Ort und seiner Umgebung gibt es mehrere Statuen, beispielsweise die des hl. Johannes von Nepomuk (tsch.: Jan Nepomucký), und einige weitere Kapellen überwiegend aus dem 19. Jahrhundert. Unterwegs können Sie den achteckigen neugotischen Aussichtsturm Štěpánka (Stephansturm) besuchen, der als König der Aussichtstürme des Isergebirges bezeichnet wird. Der 24 Meter hohe steinerne Aussichtsturm aus den Jahren 1847 – 1892, der auf dem Berg Hvězda (Stephanshöhe, 959 m ü. M.) über Příchovice errichtet wurde, wurde nach dem Erzherzog Stephan benannt. Bei günstigem Wetter ist der Aussichtsturm ganzjährig geöffnet. Vom Aussichtsturm besteht eine schöne Aussicht auf das Riesengebirge, das Isergebirge, aber auch auf das Böhmische Paradies und das Lausitzer Gebirge.

Kořenov (Bad Wurzelsdorf)

Die Ortschaft Kořenov liegt an der Grenze des Iser- und Riesengebirges, zwischen den Städten Tanvald und Harrachov. Sie erstreckt sich in einer Höhe von 570 bis 1025 m ü. M. Seinen Namen erhielt der Ort von dem Berg mit Wurzeln. Er entstand 1960 durch den Zusammenschluss der Gemeinden Polubný (Polaun), Příchovice, Kořenov erstreckt sich auf dem Gebiet des Landschaftsschutzgebiets Isergebirge und berührt zum Teil auch den  Nationalpark Riesengebirge. Der Ort ist unter Touristen, Radfahrern, Skilangläufern sowie Abfahrtsski-Anhängern sehr beliebt. Die Kapelle im Ortsteil Tesařov (Schenkenhan)wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von deutschen Evangelen errichtet. Das Kapellenprojekt fertigte der Berliner Baumeister, Architekt von Sakralbauten, Dr. Otto Bartning an. Die oktogonale Kirche wurde im Selbstbau errichtet und am 20. Oktober 1909 mit großem Ruhm und großer Teilnahme geweiht und zur Nutzung übergeben.