Tanvaldsko

Touristeninformation

Touristeninformation für unsere Besucher

Navigation:  Startseite -> Touristeninformation
Zurück

Zahnradbahn Tanvald - Kořenov - Harrachov

Tanvald / Technische Denkmale

Adresse

Tanvald, 46841

Webseite
www.zubacka.cz


Die Zahnradbahn Tanvald - Kořenov - Harrachov ist die steilste Eisenbahn in der Tschechischen Republik.

Wofür braucht eine Zahnradbahn Zähne?

Die über das Iser- und Riesengebirge führende Bahnlinie Tanvald – Kořenov – Harrachov ist die steilste normalspurige Strecke und außerdem auch die einzige Zahnradbahn Tschechiens. Mit Hilfe einer Zahnstange System Abt überwindet der Zug auf knapp 7 Kilometern zwischen Tanvald (466 m) und Kořenov (701 m) einen Höhenunterschied von 235 Metern! Nur die drei steilsten Streckenabschnitte mit insgesamt 4,4 km Länge sind mit Zahnstangen ausgerüstet. Mit ihrer Hilfe bewältigen die Züge die größten Steigungen von bis zu 58 Promille. Möglich ist das durch das ausgefeilte System Zahnrad – Zahnstange, bei dem das Zahnrad der Lokomotive in die Zähne der Zahnstange im Gleis eingreift.

Der Bau der Gebirgsstrecke im Sommer 1902 erforderte die Errichtung von 14 Tunneln, zahlreichen Felsdurchbrüchen und den Bau mehrerer Brücken. Von Kořenov (Wurzelsdorf) führt die Bahn über die 25 m hohe Iserbrücke und durch einen S-förmigen Tunnel nach Harrachov (Harrachsdorf) und weiter über den Pass bei Neuwelt (886 m) nach Szklarska Poręba (Schreiberhau) und Jelenia Góra (Hirschberg) nach Polen. Während der Fahrt bieten sich zahlreiche Ausblicke auf das Iser- und Riesengebirge und die Schneekoppe (Sněžka), den mit 1 602 m höchsten Berg Tschechiens.

Errichtet wurde Bahnlinie als Verbindung zwischen dem niederschlesischen Kohlebecken und der industriell fortschrittlichen Gegend um Jablonec. Die Zugförderung erfolgte durch Zahnrad-Dampflokomotiven der Reihe 404.0 aus der Lokomotivfabrik Floridsdorf. Auf polnischer Seite wurden die Züge von normalen Dampfloks übernommen. Ab 1923 verkehrten hier elektrische Lokomotiven und Triebwagen. Der bekannteste Triebwagen war der als Rübezahl bekannte ET 89, der als direkter Schnellzug von Breslau nach Kořenov (früher Bhf. Grünthal) verkehrte. Nach dem 2. Weltkrieg wurde der grenzüberschreitende Verkehr eingestellt. In den 1960 Jahren wurde die Strecke rekonstruiert. Danach kamen österreichische Zahnrad-Dieselloks der Baureihe T 426.0 und tschechische Triebwagen der Baureihe M 240.0 zum Einsatz. Die Einstellung des planmäßigen Zahnradbetriebs erfolgte 1988. Die österreichischen Zahnradloks wurden von der tschechischen Baureihe 743 abgelöst, die die Strecke auch ohne Zahnstange bewältigt. 

Heute erfolgt der alltägliche Bahnverkehr im Adhäsionsbetrieb. 

Von Harrachov nach Szklarska Poręba Górna wurde nach immerhin 65 Jahren Betriebsunterbrechung wiedereröffnet.

Seit 1992 ist die Zahnradbahn ein Kulturdenkmal und gleichzeitig ist sie auch eine beliebte Sehenswürdigkeit.