Tanvaldsko

Geschichte und Architektur

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HISTORISCHES ERBE

oder ohne Vergangenheit gäbe es keine Gegenwart

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Im 19. und 20. Jahrhundert wurde das einheimische Land mit Recht für das industriellste Gebiet der Republik gehalten. Es entwickelten sich hauptsächlich die Glas- und Textilindustrie hier. Zurück blieb aber auch Maschinenbau nicht. An diese Ära erinnern uns bereits heute leider nur noch die lehren Fabriken, die wir oft zur Pracht der industrielen Architektur ordnen können.

Der Waldreichtum von Isergebirge legte ein Grundstein für die Berühmtheit der Iserbergischen Glasindustrie

Holz war ein erschwinglicher Rohstoff und wurde als Brennstoff in den Glashütten verwendet. Die erste historisch nachgewiesene Erwähnung über eine Glashütte in Sklenařice stammt bereits aus dem Jahr 1376. In Josefův Důl wurde seit dem Jahr 1687 in der Zenknerhütte gearbeitet. In Harrachov befindet sich die zweitälteste funktionierte Glashütte in Tschechien. Sie wurde bereits vor dem Jahr 1712 gegründet und das traditionelle Verfahren der Handarbeit wurde hier bis heute bewahrt. Sie können sich davon bei einer Besichtigung der Glashütte überzeugen. Zu der Besichtigung gehört auch die Minibrauerei, wo das Hefeweißbier gekocht wird.

ded011. Das Glasmuseum in Harrachov

ist ein Teil der Glashütte Novosad & syn. In den Räumlichkeiten des ehemaligen Herrenhauses findet man eine abgerundete Sammlung aus der Produktion der Glashütte in Harrachov. Tel.: 481 528 141, Fax: 481 528 148, www.sklarnaharrachov.cz

Im selben Gebäude können Besucher im Skimuseum mehr als hundert Jahre alte Ski und die Skispringenausstatung bereits aus den Fünfzigerjahren besichtigen. www.harrachov.cz

In Smržovka entwickelte sich die Glasindustrie in 17. und 18. Jahrhundert. In Desná prosperierte in der 1. Hälfte des 19. Jahrhundert die Glashütte unter der Führung des Josef Riedel. In der Bergortschat Jizerka machte im Jahr 1827 Franz Riedel die Hütte berühmt. Eine weitere Glasfabrik, die im Jahr 1867 Josef Riedel gebaut hat, steht bis heute in Jizerka (sie dient als Sporthalle). Die Glasfabrik in Josefův Důl - Dolní Maxov wurde im Jahr 1879 für Josef Riedel gebaut. Das Gebäude steht bis heute, aber leider ist es Baufällig.

2. Das Museum für Ortsgeschichte in Desná - Riedlova vila

erinnert an die „goldene Ära" der hiesigen Glasindustrie. Sie wurde im Jahr 1895 nach den Mustern den Norditalienischen Bauwerken gebaut. Bauen ließ sie der Glaskönig Josef Riedel Junior. Neben dem Museum befindet sich hier auch die Stadtbibliothek und das Kultur- und Informationscentrum. Tel.: 4830383 019, www.mesto-desna.cz

Das Wasser als energiewirtschaftliche Quelle verdient Respekt für die Entwicklung der Textilindustrie

In der Gegend wurden Oberwasserkanäle für Antriebsgeräte in den Glas- und Textilfabriken gebaut. Eine wichtige Rolle spielten die Kleinwasserkraftanlagen.

Die erste Maschinenbaumwollspinnerei wurde im Jahr 1828 in Tanvald gebaut. In der mechanischen Weberei begann man im Jahr 1845 zu arbeiten, in der ersten Spinnerei in Smržovka im Jahr 1836. Um das Jahr 1840 wurden auf dem Gebiet von Desná Betriebe für die Herstellung von Woll-, Leinen und Baumwohltextilien aufgebaut. In der durch Streik berühmten Fabrik in Velké Hamry – Svárov wurde im Jahr 1845 Betrieb aufgenommen, in Plavy im Jahr 1855. Den Menschen in Šumburk nad Desnou gab Arbeit in der Textilfabrik im Jahr 1857 auch der Glasunternehmer l Josef Riedel, im Jahr 1864 ließ er auch eine Spinnerei in Kořenov bauen. In Josefův Důl - Dolní Maxov wurde seit 1864 Leinenspinnerei betrieben. Sechs Jahre später kaufte Josef Riedel das Gebäude und fing an dort mit Erfolg Hanfkordel- und Seil zu weben. In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts war der entscheidende Teil der Baumwollherstellung in der Österreichisch-ungarische Monarchie auf dem kleinen Gebiet der Flusstäler von Kamenice und Desná konzentriert.

In der Volkskultur (und nicht nur hier) blieb sehr viel an Textildekorationstechnik und der Arbeit mit Textilfasern erhalten. Die Musterwerke findet man in den ethnografischen Expositionen nahezu aller Museen der hiesigen Geschichte dieser Region. Ebenso die Glasprodukte aus den alten sowie aus den neueren Zeiten.

ded033. Das Museum für Ortsgeschichte in Smržovka

im Schlösschen auf dem T.G. Masaryk Platz dokumentiert die historische Stadtentwicklung, erwähnt die hiesige Industrie (Glashüttenwesen, Textilherstellung) und bedeutende Persönlichkeiten der Stadt.

Tel.: 483 369 325, www.smrzovka.cz

ded044. Das Museum für Ortsgeschichte in Jizerka

in der alten Schule macht Besucher mit der Exposition Das alte Gesicht des Isergebirge, mit der Geschichte der Glasindustrie, dem Vogelfang und mit dem Bergbau bekannt.

Tel.: 482 771 676, www.csopjizerka.cz

5. Das Museum für Ortsgeschichte in Josefův Důl

zeigt die Geschichte der Gemeinden Josefův Důl, Antonínov, Dolní Maxov und Karlov und mit zeitgemäßen Artefakten erinnert, dass die Menschen hier in der Glas –und Textilindustrie arbeiteten und Holz bearbeiteten. Tel.: 483 381 110, 483 381 096, www.josefuvdul.cz

ded066. Das Museum für Ortsgeschichte in Jiřetín pod Bukovou in der Schowanek-Villa

bietet eine naturwissenschaftliche Exposition, die an die Tischlerei und die Zimmerei gerichtet ist. Im Skimuseum bietet es die umfangreiche Sammlung, welche die Einbrüche des Skifahrens in Tschechien und auch weitere zeitgemäße Exponate, die mit der Wintersportgeschichte zusammenhängen, dokumentiert.

Tel.: 483 381 687, www.vila-schowanek.cz

Die Eisenbahn hat zur Wirtschaftsentwicklung wesentlich beigetragen

Auf dem Bahnhof in Tanvald wurde Baumwolle aus Ägypten, nutzbare Bodenschätze aus Schlesien und Kohle aus Preußen transportiert.

Die Eisenbahn aus Železný Brod nach Tanvald wurde in den Jahren 1870 – 75 gebaut. Die Strecke aus Liberec nach Tanvald wurde im Jahr 1894 fertig gebaut. Im Jahr 1902 kam es zu Verlängerung der Bahnstrecke aus Tanvald nach Kořenov. Derer Strecke „Zahnradbahn Tanvald - Kořenov", die sog. Zubačka, gilt als bedeutende regionale technische Sehenswürdigkeit.

ded077. Zubačka

Ist die steilste und einzige Zahnradbahn in der Tschechischen Republik. Auf 7 km überwindet sie einen Höhenunterschied von l 235 Meter. Zwischen den Jahren 1899 - 1902 mussten 5 Viadukten gebaut und die gleiche Zahl an Tunnels durchgestoßen werden. Der längste, Polubenský genannt gehört mit seiner Länge von 940 Meter zu den längsten eingleisigen Tunnels in der Tschechischen Republik. Aus der ursprünglich, 59 km langen Österreichisch – Preußischen Verbindungslinie zwischen Tanvald und der polnischen Sklarska Porenba blieb bereits nur 12 km übrig.

Im Jahr 1992 wurde die Zahnradbahn Tanvald-Kořenov-Harrachov und die zugehörige Objekten als Kulturdenkmal erklärt und bei den „Nostalgiefahrten" ist sie eine begehrte Attraktion geworden. www.zubacka.cz

8. Das Museum der Zahnradbahn in Kořenov

im Bahnhofgebäude lockt mit der Exposition vor allem auf die Zahnradbahnstrecke Tanvald - Kořenov zum Besuch. Auf ihre Geschichte, Betriebseigenheiten und hier eingesetzte Wägen.

Tel.: 724 820 126, www.zubacka.cz

ded099. Viadukt in Smržovka

Damit die Eisenbahnstrecke aus Liberec weiter nach Tanvald fortschreiten konnte, wurde im Jahr 1894 in Smržovka ein Viadukt ausgebaut, auf deren Bau haben auch erfahrene Brücken- und Tunnelbauer aus Italien teilgenommen. Heute zählt er zu bautechnischen Denkmälern.

www.smrzovka.cz

LASSEN WIR UNS DIE GESCHICHTE ERLEBEN

10. Evangelische Kirche in Kromnow – heute Kunstgalerie Artystyczna Galeria Izerska

Die evangelische Kirche in Kromnow, die bis heuet erhalten geblieben ist, wurde im Jahr 1802 ausgebaut. Die Quellen belegen jedoch, dass sie auf dem Fundament eines Holzbaus mit Skeletkonstruktion aus dem Jahr 1744 entstand. Die war aber nicht beständig gewesen und deshalb entschloss sich die hiesige evangelische Gemeinde um 500 Jahre später etwas Festeres zu bauen.

Bis zu dem Zweiten Weltkrieg diente der Dom den gläubigen, aber die Nachkriegsereignisse verursachten, dass die deutschen protestantischen Bewohner Unterschlesien verlassen mussten. Auf deren Stelle hatten sich dann Polen aus verschiedenen Schlupfwinkeln Polens und der Welt niedergelassen. Es waren meistens Katholiken. Deshalb hat die protestantische Kirche ihre sakrale Funktion verloren und wurde vergessen. Seitdem verfiel der Dom immer mehr.

Die Revitalisierung der evangelischen Kirche in Kromnow begann mit der Existenz des touristischen Produktes, das heute – als Iserbergische Kunstgalerie (Artystyczna Galeria Izerska) –Menschen mit Interessen für Kunst, Liebhaber der Sakralarchitektur und allen Kunstarten lockt. Gerade dieser Ort geeignet sich als Ausgangspunkt für touristische Wanderung ins Isergebirge. Die aktive Erholung auf den touristischen Wegen und auch außerhalb kann man mit dem Kennenlernen von Kunst gut verbinden.

11. Vitragenwerkstatt im Dorf Antoniów

Die Vitragenwerkstatt ANTONIÓW funktioniert seit dem Jahr 1990 in Unterschlesien, nicht weit von Jelenia Gora und Sklářska Porenba im Dorf Antoniów, im malerischen Isergebirge. Es ist eine Familienurheberwerkastatt. Sie kommt der Inspiration und der Entstehung von einmaligen Projekten zugute. Die Vitragen und Lampen finden sie bereits in vielen Schlupfwinkeln Polens und der Welt, zum Beispiel in Deutschland, Frankreich, Holland, Vereinigten Staaten, Israel.

Beata Chlebowska und Marcin Chlebowski
Antoniów 17
58–512 Stara Kamienica
Tel. +48757543740
Handy +48530567815, +48609705557
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